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Kaiserslauterer Wochenmarkt Verein

Am Eckstand von Udo Seiberth

stammt alles aus der eignenen Gärtnerei in Meckenheim

seibertMit ihren prall gefüllten Blütenblättern sind die farbigen Köpfe der Ranunkeln nicht zu übersehen. Am Stand von Udo Seiberth gruppieren sich die mit der Anemone verwandten Topfpflanzen zu kräftigen Farbtupfern. Mal in einem fetten Gelb, mal in einem zarten Rosé, mal in reinem Weiß, einem knalligen Rot oder in farbig geränderten Blütenblättern, konkurrieren Ranunkeln mit Paletten von lachenden Stiefmütterchen und putzigen Hornveilchen, blauen Vergissmeinnicht und flauschigen Bellis. Der Frühling ist dabei, seine Blütenpracht zu entfalten.

Die Gartenpflanze habe bei den Kunden an Bedeutung gewonnen. Die Kultur sei nicht einfach aufzuziehen, wegen ihrer intensiven Farben jedoch sehr beliebt. Nach dem üppigen Angebot an Stiefmütterchen zu urteilen, sind diese nicht weniger gefragt. „Stiefmütterchen gehören zur typischen Frühjahrsbepflanzung im Garten und auf Gräbern. Auf sie will niemand verzichten“, spricht der Gärtner aus Erfahrung. Mit rund 35.000 Setzlingen in knapp 20 verschiedenen Farben hat er vorgesorgt, dass ihm die Stiefmütterchen nicht ausgehen. Was er an dem 17 Meter langen Eckstand auf dem Stiftsplatz anbietet, stammt alles aus der eigenen Gärtnerei.

Die befindet sich in Meckenheim in der Vorderpfalz. Auf insgesamt 6000 Quadratmetern sehnen derzeit jede Menge Sommerpflanzen den Zeitpunkt herbei, unter die Leute gebracht zu werden: Betunien und Begonien, Bidens und Bacoba, Ageratum und Tagetis. Von Geranien ganz zu schweigen. 20 Sorten hat Udo Seiberth aufgezogen. Unter ihnen stehende und hängende Pflanzen.

Der gelernte Gärtner hat den Betrieb zusammen mit seiner Schwester Gisela 1986 von den Eltern übernommen. Bereits Anfang der 50er Jahre zog es seinen Vater Helmut Seiberth auf den Lauterer Wochenmarkt. „Er hatte noch selbst angebautes Gemüse im Angebot“, erinnert sich der Junior. Zusammen mit dem Vater hat der Sohn das Marktgeschäft kennen gelernt. Schwester Gisela, die 20 Jahre lang bis 1988 auf dem Markt aushalf, führt heute das der Gärtnerei angeschlossene Blumenfachgeschäft.

Schnittblumen, die Gisela Seiberth im Geschäft in Meckenheim anbietet, ergänzen das Marktangebot. Aus der Blumenpracht fallen die extravaganten Blüten der Strilizien ins Auge, blauer Rittersporn und weiße Levkojen. Nicht zu übersehen wunderschöne Rosen aus Italien mit kräftigen, farblich nuancierten Blüten. Preislich halte sich das Angebot an Gartenpflanzen in Grenzen. „Preiserhöhungen lassen sich mit Pflanzen schlecht durchsetzen.“ Letztlich seien Blumen, anders als Salat oder Kartoffeln, Luxusartikel, die man nicht unbedingt zum Leben brauche, argumentiert Udo Seiberth.

Seinen Beruf als „Gärtner“ möchte er mit niemandem tauschen. „Ich habe einen schönen Beruf!“ Nach seinen Lieblingsblumen gefragt, nennt er spontan zwei: Rosen und Verbenen.

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