Neue Regelung
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„Weiß“ steht für eigenen Anbau

Marktbeschicker müssen Waren genauer auszeichnen
Neue Regelung in der Marktsatzung

Mehr Sicherheit und Transparenz für die Verbraucher: Das soll eine neue Regelung bringen, die jetzt in der Marktsatzung festgeschrieben worden ist. Die Beschicker des Kaiserslauterer Wochenmarktes müssen in Zukunft genau ausschildern, welche Produkte aus eigenem Anbau stammen und was zugekauft wurde.

Gemüse und Obst aus eigenem Anbau werden mit weißen Preisschildern ausgezeichnet, zugekaufte Waren mit gelben. Laut Marktmeister Gerhard Klein erhält der Wochenmarkt damit ein Alleinstellungsmerkmal, die Neuregelung sei in der ganzen Pfalz einmalig, stehe für Qualität. Man wolle damit zeigen: „Dieser Markt ist etwas Besonderes.“

Der Marktmeister betonte, dass ihm schon seit langer Zeit daran gelegen sei, mehr Transparenz zu schaffen, im Konsens mit den Marktbeschickern. Nach dem Motto: „Wir haben nichts zu verbergen und verlangen einen fairen Preis.“ Dies sei zunächst auf freiwilliger Basis angestrebt worden, aber das habe nicht funktioniert. Jetzt sei jeder Händler dazu verpflichtet, seine Ware genau auszuschildern. Auch das Herkunftsland muss angegeben werden. Hält sich jemand nicht daran, droht ihm ein Bußgeld, im Zweifelsfall bekommt er keinen Stellplatz auf dem Wochenmarkt mehr zugewiesen.

Klein kündigte strenge Kontrollen an, wobei dies nicht immer ganz einfach sei. Im Zweifelsfall könne man aber Infos über die Landwirtschaftskammern einholen, Lieferscheine verlangen. Oftmals reiche aber genaues Hingucken. Klein: „Auch unter Folie kann nach diesem strengen Winter in der Pfalz noch kein Kopfsalat da sein.“ Neu sei, dass der Verbraucher künftig besser nachvollziehen könne, ob Produkte tatsächlich biologisch angebaut worden sind. Klein: „Wo Bio draufsteht, muss auch Bio drin sein.“ Demnach dürfen nur noch Erzeuger, die aufwändige und teure Herstellungsverfahren wie etwa den Bioland-Bau betreiben, dies auf den Preisschildern ausweisen.

Die Vorstandsmitglieder im Marktverein, Roland Wenger und Jürgen Conrad, betonten im RHEINPFALZ-Gespräch, dass sie sehr froh sind über diese Neuregelung. Wenger: „Wir wollen einen ehrlichen und fairen Markt, auf dem nicht geschummelt wird.“ Eine entsprechende Satzungsänderung sei im Marktverein einstimmig beschlossen worden. Conrad: „Die Leute sollen wissen, dass alles mit rechten Dingen zugeht und auch entsprechend kontrolliert wird.“ Dass die korrekte Auszeichnung für den Einzelnen etwas mehr Aufwand mit sich bringe, sei in Ordnung.

Wenger geht davon aus, dass durch die neue Bestimmung die Preise nicht in die Höhe getrieben werden. Die ersten Kundenreaktionen seien sehr positiv. Wenger: „Wir brauchen jeden Kunden.“ Auch die Marktbeschicker spürten die wirtschaftliche Lage.

Quelle:
Publikation: DIE RHEINPFALZ
Regionalausgabe: Pfälzische Volkszeitung
Datum: Nr.87
Datum: Mittwoch, den 12. April 2006
Seite: Nr.15

Preisschild

 

Gemüse und Obst aus eigenem Anbau werden mit weißen Preisschildern ausgezeichnet, zugekaufte Waren mit gelben: Für den Wochenmarkt wurde in der Marktsatzung eine neue Regelung festgeschrieben.

 

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